Dienstag, 18. April 2006

Wo waren wir - Byron Bay!

Die ersten Hippies von Australien
Der einstige Geheimtipp unter Rucksackreisenden hat sich zu einem der Top-Touristenorte in New South Wales gemausert. Kurios ist die Zusammensetzung der Einwohner: Eine bunte Mischung von Lebenskünstlern, Handwerkern, Berufshippies, New Agers, Surfern, Buddhisten, Grasanbauern (ähm, jenes Gras, - sie wissen schon) aktiven Schwulen und Lesben, kleinen Geschäftsleuten und Urlaubern. An Wochenenden und zu Weihnachten und Ostern sind die Zimmer oft knapp. Der östlichste Punkt des fünften Kontinents ist auch ein Paradies für Surfer.

Hier begann die alternative Bewegung des fünften Kontinents, und bis heute hat sich nicht viel verändert: In Byron Bay lebt eine bunte Mischung aus Künstlern, Berufshippies, New Agers und Surfern - und Backpacker genießen das Flair.

Byron Bay - Ein lauer Wind streicht durch die Haare. Im Zwielicht der Morgendämmerung reiben sich manche den Schlaf aus den Augen, andere gähnen, sie hatten wohl eine kurze Nacht am Strand. Es ist 5.51 Uhr in der Frühe, eigentlich keine Zeit, zu der Rucksackreisende in Australien schon das Bett verlassen haben. Doch hier am Leuchtturm von Byron Bay im Norden von New South Wales gibt es einen guten Grund dafür. Und fast jeder der Teens und Twens auf der Aussichtsplattform hält eine Kamera in der Hand, um ihn einzufangen: den Sonnenaufgang am östlichsten Punkt des Kontinents.
Das Erlebnis in aller Herrgottsfrühe sorgt aber nicht alleine dafür, dass jährlich zwei Millionen Touristen in die Region Northern Rivers an der Grenze zu Queensland reisen; 200.000 davon kommen aus dem Ausland. Byron Bay und seine Nachbarn locken mit sportlichen Herausforderungen und stillen Buchten, einem sehr grünen Hinterland voller Nationalparks und nicht zuletzt mit einem relaxten Lebensgefühl. Die Region gilt als Hochburg einer Alternativkultur, zu der viel Esoterik und der Kampf gegen die Welt des Kommerzes gehören.
Außerdem scheint in Byron Bay oft die Sonne: Die Northern Rivers liegen im Übergang zwischen Tropen und kühleren Breiten und sind ein Ganzjahresziel - in Australien gilt das längst nicht für jeden Ort. Da wundert es kaum, dass Byron Bay zuallererst aufgeführt wurde, als die Zeitung "The Australian" im Februar die zehn Kommunen des Kontinents benannte, in die sich ein Umzug am meisten lohnen würde.
Die Uhr zeigt inzwischen 6.04 Uhr - fünf Minuten bis zu dem Moment, auf den alle warten. Die Wolken über dem Leuchtturm reflektieren bereits das Licht der Sonne. Es wird nicht viel geredet, ein Mann in Shorts und Badelatschen zieht genüsslich an der ersten Zigarette des Tages. Und dann halten wie auf Kommando zehn junge Leute gleichzeitig ihre Digicams auf Augenhöhe, denn nun taucht er auf aus den Fluten: der gelbrote Feuerball. Schon kurz darauf interessiert er aber nur noch wenig, denn einer der Frühaufsteher hat Delfine nahe der Küste entdeckt. Auch die Schweizer Backpacker, die am Fuß des Leuchtturms Brote schmieren, stürzen zum Rand der Aussichtsplattform.
Bis in die siebziger Jahre war Byron Bay eine typisch australische Kleinstadt. In Farmen und Schlachthöfen verdienten die Männer ihr Geld. Dann kam der Tourismus - und entwickelte sich ganz anders als an der 100 Kilometer weiter nördlich gelegenen Gold Coast in Queensland, wo ein Hochhaus neben dem anderen für die Urlauber gebaut wurde. "Hier wird es nie so werden wie an der Gold Coast", ist die Hotelmanagerin Sarah Johnston aus Byron Bay überzeugt: "Die Leute hier denken grün, sie wählen so und handeln auch entsprechend."
Auch deshalb ist Byron Bay so beliebt bei den Backpackern, die mit Bullis, alten Kombis, Reisebussen oder per Anhalter an der Ostküste unterwegs sind. Wenn mittags ein Überlandbus in den Ort rollt, stehen die Werber für billige Unterkünfte und Ausflüge schon Schlange an der Haltestelle. Oft heißt es jedoch für Neuankömmlinge als Erstes: ab an den Strand. Der Main Beach liegt nur ein paar Schritte vom Ortskern entfernt. Kinder spielen im Sand oder lassen die Pazifikwellen gegen ihre Beine klatschen. Unter den hohen Bäumen an der Promenade dösen derweil Urlauber, die den Schlaf nachholen, den Partys und Pubs in der Nacht zuvor verhindert haben.




Wer ausgeruht ist und den Tag lieber mit Aktivitäten verbringt, muss teils tief in die Tasche greifen: 145 Dollar (87 Euro) kostet zum Beispiel ein halbstündiger Tandemflug mit einem Gleitschirm über dem Tallow Beach. Dafür gibt es aber phantastische Ausblicke auf den Kilometer langen Sandstrand, die Surfer und den 1901 gebauten, 118 Meter über dem Meer stehenden Leuchtturm. 50 Kilometer weit auf dem Meer ist Australiens stärkstes Leuchtfeuer nachts zu sehen. Die Optik mit den Spiegeln dreht sich auch tagsüber - stünde sie still, würde sie durch den starken Brennglaseffekt rasch Buschbrände in den Hügeln im Hinterland von Byron Bay auslösen.
Solche Einzelheiten erfährt, wer mit John "Planko" Plankovich und seinem Kumpel "Greeny" zum 60 Dollar (36 Euro) teuren "Kajak fahren zu den Delfinen" aufbricht. In offenen Booten paddeln die Teilnehmer vom Strand aus los und müssen erst mal durch die starke Brandung - T-Shirt und Hose sind schon nach den ersten Metern nass. Manchmal verwandelt "Planko" das Zweierkajak in ein Surfbrett, setzt sich im richtigen Moment auf den Kamm einer Welle und lässt sich und den Gast auf die Küste zutreiben. Delfine sind nicht immer zu sehen, Spaß macht der Ausflug aber auch dann.
Nach so viel sportlicher Anstrengung bietet Byron Bay am Abend die passende Erholung. Die Kneipen sind voll, im "Beach Hotel" wird in der von Bierdunst durchwaberten Luft zu Rockmusik getanzt. Jongleure zeigen auf der Straße ihre Künste, junge Frauen lassen sich ein paar Schritte weiter die Oberarme mit Henna-Tattoos verzieren. An der Promenade hat jemand eine Gitarre ausgepackt, vor den in Strandnähe geparkten VW-Bullis und Kombis der Backpacker laufen die Gaskocher auf Hochtouren: Nudeln mit Tomatensauce gibt es hier fast überall.

OSTERWOCHENENDE

Erstmal „HAPPY EASTER“ .

Ich habe nicht viel von Ostern mitbekommen außer das ich von Freitag bis Mittwoch frei habe und in den Supermärkten sehr viel Osterhasen und -eier verkauft wurden und ich im Backpacker am Sonntag morgen ein paar Schokoladeneier gegesssen habe, weil es nicht anderes gab.

So zum kurzen Osterurlaub:

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Donnerstagabend sind wir also nach Byron Bay gefahren. Was heißt wir? Hendrik aus Sydney – ein Freund von Samy, er kommt auch aus Münster und ist für ein halbes Jahr in Sydney und arbeitet Remondis und Alice – da ist die Mitbewohnerin von einer der Mädels der DBT. (Links)

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Wir sind also nach Byron Bay gefahren. Hendrik 1, der mit mir das Praktikum gemacht hat, ist nach seiner 2-wöchigen Tour auch da gewesen, kannte schon viele Leute und hatte uns den Backpacker gebucht. Alice´s Eltern habe auch ein Haus in Byron Bay, aber leider war das über Ostern natürlich vermietet. In der ersten Nacht mussten wir im TV-Room schlafen, konnten aber danach die 8 Bettzimmer beziehen! Es reicht halt zum Schlafen, aber man kann sich nicht vorstellen, was da für ein Chaos herrscht, wie es da riecht, wie viel verschiedene Leute da ein- und ausgehen und aus welche Nationen. Jetzt erstmal was zu Byron Bay….

Also, Donnerstagabend ging es dann los. Es sind ca. 600 km bis nach Byron Bay und der Großteil der Strecke ist Landstrasse. Man kann also auch max.100 kmh fahren und an dem Osterwochenende wurden die Strafen und Punkte verdoppelt, so dass ich natürlich dementsprechend gefahren bin. Nach gut 8 Stunden Fahrt waren wir dann gegen 2 Uhr nachts in Byron Bay, wo die Party noch im vollen Gang war. Leider konnten wir nirgends mehr rein, da die Bars und Clubs um drei Uhr zu machen. War vielleicht auch ganz gut – so konnten wir nach der Nacht im TV-Raum am nächsten Morgen uns sehr früh Surfbretter ausleihen und zum Strand gehen. Zu beschreiben wie schön es da war, wie gut das Wetter war und wie angenehm das Wasser war erspar ich mir mal lieber – die Bilder sagen ja alles. Wir waren also den ganzen Tag am Strand, waren sehr viel im Wasser und haben versucht auf den Brettern zu stehen- das ist sehr schwierig. Man kann sich aber nicht vorstellen, wie viel Spaß das macht, wenn eine schöne Welle kommt und wenn man da richtig Geschwindigkeit bekommt. Gegen Nachmittag, als wir schon alle mehr als genug Sonne hatten, sind wir dann in eine Bar direkt am Strand gegangen und habe ein Bierchen getrunken! Das ist schon schön gewesen, tausend verschiedene Leute, Musik, Sonne und nicht heiß. Die Momente haben wir echt sehr genossen. Bevor es uns wieder zu dem ca. 10 min vom Strand entfernt Backpacker gezogen hat, waren wir noch ein wenig shoppen! Natürlich gab es da ein paar In-Läden und vor allem viele Surferläden – ganz nett! Ich habe mir ein flaches Wallet gekauft, in das man seine Scheine einfach reinlegt und es dann von der anderen Seite öffnet - die Scheine sind dann fest unter einem Gummiband– faszinierend!
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Abends haben wir dann mit ein paar Engländern, Afrikanern, Kanadiern, Holländern und Schweizern ein Barbecue gemacht. Einfach sehr nett und ganz lecker…. – alles sehr einfach! Freitag hatten alle Bars geschlossen, so dass wir im Backpacker geblieben sind! Samstag Morgen bin ich die schönste Joggingstrecke gelaufen, die ich jemals gesehen habe. Es war einfach nur traumhaft – erst am Strand zum Leuchtturm, dann durch verschiedene Buchten wieder über den Strand zurück. Meine Situps und Pushups habe ich am östlichen Punkt Australiens gemacht mit Blick auf den Ozean – man kann sich gar nicht vorstellen, wie schön das war, wenn dabei noch die Sonne schon leicht auf der Haut brennt. Nach meinem kleinen Run habe ich für uns was zum Frühstücken besorgt. Danach ging es wieder zum Strand, wo wir dann bis halb 1 Surfen waren. Danach war es wieder Zeit mal kurz aus der Sonne zu gehen! Wir sind zum Backpacker zurück und sind mit dem Auto zum Leuchtturm gefahren, wo die ganzen wunderbaren Fotos entstanden sind.

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Auf manchen sind auch ein paar Delfine zu sehen, wenn man genau hinschaut. Hat sicherlich keiner gesehen – Augen auf, wenn ich das sogar sehe! Übrigens ich find meine Brille nicht! Habe ich gar nicht benutzt, aber ist nicht in dem Brillenetui – sehr seltsam! Nachdem wir da ein Stündchen echt die Momente genossen haben - bekomme noch ne Gänsehaut, wenn ich daran denke – sind wir ein paar Sachen für einen Barbecue einkaufen gefahren. War wieder sehr lecker und wir hatten super viel Spaß mit den ganzen verschiedenen Leuten.

Abends waren wir dann im sog. Cheeky Monkeys – ein Club, wo nur Backpacker waren. Unglaublich – es wurden auf den Tischen getanzt und wir hatten alle richtig viel Spass.

http://www.cheekymonkeys.com.au/
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Das Beste war aber der Abschluss des Abends! Wir hatten eigentlich vor gegen 5 Uhr morgen zum Leuchtturm zu gehen und uns dann den Sonnenaufgang anzuschauen, aber leider wurden unsere Pläne von einem unglaublichen Regen durchkreuzt. Schon im Flur des Club stand ca. 20 cm Wasser – als wir dann auf der Strasse waren, war ich bis zum Knie im Wasser und es hat so was von geregnet. Auf dem Weg zum Backpacker, der auf der anderen Seite der Strasse war, ist kein Auge trocken geblieben! Ich war so was von nass…Wer in dieser Nacht alles in unserem Raum geschlafen hat, habe ich erst am nächsten Morgen gesehen! I;-) Sehr lustig! am nächsten Morgen hat es unglücklicher immer noch geregnet, so dass wir den Heimweg angetreten haben. Noch beim Packen des Autos wurden wir nass – und fragt nicht wie! Wir haben in Byron bay dann noch sehr gut gefrühstückt und haben usn dann auf unseren 8 Stunden Trip nach Hause gemacht – zwischendurch musste ich das Steuer mal abgeben! Ich war so muede….

Das war das super Wochenende in Byron Bay – sehr schön! Gestern habe ich dann nur ein paar Einkäufe erledigt, habe Sachen gewaschen und gebügelt. Zudem war ich am Strand joggen. Heute hatte ich auch noch frei und war laufen, habe aufgeräumt…..nicht viel gemacht.


Was macht die Bewerbung an der Universität:

Die Bestätigung für den Englischkurs ist da, so dass alles wie geplant anfangen kann. Mein Flieger geht am 26.04 nach Melbourne – bis jetzt habe ich aber noch keine Idee wie ich zum Flughafen komme und wo ich in Melbourne unterkommen kann. Ich hoffe, da tut sich nächste Woche noch was sonst muss ich erstmal in einen Backpacker gehen. Die Annahme des Offers für den Studiengang (MBA/MCom), der am 11. Juli beginnt, habe ich auch am Donnerstag rausgeschickt.


Soweit also alles klar hier unten….

Abenteuer Australien

Hendrik auf Reisen

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